Fahren in angetrunkenem Zustand FiaZ

Promillegrenzwerte in Europa Was sagt das Gesetz?

Wer in angetrunkenem Zustand ein Motorfahrzeug führt, wird mit Gefängnis oder mit Busse bestraft (Art. 91, Abs. 1 Strassenverkehrsgesetz).Dasselbe gilt für Personen, die wegen Drogen oder Medikamenten fahruntüchtig sind (Art. 90, SVG).

Promillewerte von 0,5 bis und mit 0,79 gelten als „einfache Trunkenheit“. Diese wird mit einer Busse geahndet, führt jedoch nicht zwingend zum Fahrausweisentzug.

Ab 0,8 Promille spricht man von „qualifizierter Trunkenheit“ und der Fahrausweis muss für mindestens drei Monate abgegeben werden, im Wiederholungsfall gar für mindestens zwölf Monate.

Für Neulenkende und Berufschauffeure gilt ab Januar 2014 die Null-Promille-Regel. Zuwiderhandlungen bis 0.79 Promille werden mit Busse bestraft. Ab 0,8 Promille folgt zusätzlich ein Führerausweisentzug (verbunden mit Verlängerung der Probezeit um ein Jahr für Neulenkende). Im Wiederholungsfall wird der provisorische Ausweis annulliert.

Wer mit 1.6 oder mehr Promille kontrolliert wird, verliert den Fahrausweis auf unbestimmte Zeit und muss sich obligatorisch einer Fahreignungsabklärung unterziehen.

Alkoholkontrollen können verdachtsfrei, das heisst ohne konkreten Anlass wie auffälliges Fahrverhalten oder Alkoholgeruch, durchgeführt werden.

Übrigens: Wer eine Person zum Trinken ermuntert, obwohl klar ist, dass diese anschliessend mit dem Auto unterwegs ist, macht sich als Mittäter strafbar. Dies gilt für Wirte, Gastgeber, aber auch für Kollegen.

Wie geht die Versicherung mit Alkohol- und Drogenunfällen um?

Bei Unfällen wegen Grobfahrlässigkeit - dazu gehören unter anderem auch Drogen und Alkohol am Steuer - haben die Versicherungen die gesetzliche Pflicht, Leistungen zu kürzen.

Beispielsweise zahlt die Vollkaskoversicherung den Schaden am Fahrzeug nur teilweise oder gar nicht. Die Haftpflichtversicherung, die Ansprüche Dritter bezahlen muss, fordert einen Teil der Kosten zurück (Regress). Im Falle von Personenschäden können Kürzungen bei Taggeldentschädigungen und Renten vorgenommen werden. Die Kosten eines Unfalls mit Verletzten betragen sehr schnell mehrere hunderttausend Franken!

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